Freitag, 23. Dezember 2011

Deutliche Entspannung der Lawinengefahr!


Schnee löst sich im sehr steilen sonnenbeschienenen Gelände (23.12.2011)
Frühjahrsähnliche Temperaturen führen im Tagesverlauf zu einer oberflächennahen Durchfeuchtung der Schneedecke in sehr steilen, von der Sonne beschienenen Hängen. Dort lösen sich Schneemassen immer wieder von selbst. In Summe wirken sich die Temperaturen jedoch positiv auf die Schneedecke aus, welches sich zusehends setzt. So stellen wir bei unseren Schneedeckenuntersuchungen inzwischen eine meist gute Verbindung der Schichten im Bereich der dünnen Regenkruste vom 16.12. (samt kleiner kantiger Kristalle) fest. Problembereiche gibt es weiterhin v.a. in schattigen Hängen oberhalb etwa 2500m, wo sich bodennah Schwimmschnee vom Frühwinter befindet.

Ein typisches Bild aus den schneereichen Regionen Tirols (im Bild Arlberg): Windeinfluss der vergangenen Tage, Sprengerfolge mit GazEx (Als Gleitfläche dient eingeschneiter Graupel vom 22.12.), Rissbildungen, auf steilen, glatten Wiesenhängen (unterhalb der Stütze) - Foto vom 23.12.
Der Höhepunkt der Lawinengefahr wurde während der Nachtstunden vom 22.12. auf den 23.12. erreicht. In weiten Teilen Tirols sind als Folge der Erwärmung und des Regens zahlreiche spontane Gleitschneelawinen (vermehrt in tiefen und mittleren Höhenlagen) sowie vereinzelte spontane Schneebrettlawinen in höheren, kammnahen Bereichen abgegangen. Sprengerfolge am 23.12. waren unterschiedlich. Gute Erfolge gab es nur im Bereich der gestern eingeschneiten Graupelschicht.

…Risse in der Schneedecke sowie eine bereits abgegangene Gleitschneelawine (23.12. - St.Anton am Arlberg)
Ein typisches Bild in tiefen und mittleren Lagen…

Die Schneestruktur weist auf intensiven Regeneinfluss hin. (23.12.2011, Arlberg)

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