Freitag, 30. Dezember 2011

Neuschnee und starker Wind verursachen einen Anstieg der Lawinengefahr!

Seit gestern Abend hat die Windstärke in höheren Lagen enorm zugenommen. Unsere Wetterstationen messen um 06:00 Uhr in der Früh über 80 km/h Windspitzen. Die Windrichtung entlang des Alpennordrandes ist meist West, teilweise auch mit einer leichten nordwestlichen Komponente. Entlang des Alpenhauptkammes kommt der Wind noch aus südwestlicher Richtung.

 

Visualisierung der gemessenen Mittelwindgeschwindigkeiten unserer Wetterstationen (farbige Pfeile) zum Zeitpunkt 06:00 Uhr. Die beim Pfeil sichtbaren Zahlen sind die Mittelwindgeschwindigkeit und die maximale Windböe. (Grafik: LWD Tirol, Daten: LWD Tirol und Partner)

 

Während der letzten Stunden hat sich auch der Schneefall verstärkt. Besonders im Außerfern und im Arlberggebiet sind teilweise schon beachtliche Neuschneemengen zusammengekommen. Dieser Schneefall wird sich nun auf ganz Nordtirol und den Tauernkamm ausdehnen. In Kombination mit dem starken Wind bilden sich wieder frische Triebschneepakete, insbesondere in kammnahen Bereichen (siehe auch heutiger Lagebericht).

 

Visualisierung der 24-stündigen Differenz der Gesamtschneehöhe um 09:00 Uhr. (Grafik: LWD Tirol, Daten: LWD Tirol und Partner)

 

Aktuelle Messdaten aus Tirol sind jederzeit unter Messstationen verfügbar, die neuesten Karten von Schneehöhe, Wind und Temperatur unter Karten.

 

Auch in Innsbruck schneit es am Vormittag stark. (Bild vom 30.12.2011)

Kommentare:

  1. Interessant wird es dann auch an Silvester und in der Neujahrsnacht, wenn der Schnee immer nasser wird. Das schaut neuerlich nach großen Mengen aus. Auch in der kommenden Woche immer wieder Schneefall. Wird das ein Lawinenwinter wie 1999 ?

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  2. Mit Neuschnee, Regen und Wind wird morgen der Höhepunkt der Lawinengefahr erreicht. Wir rechnen mit dem vermehrten Abgang von Gleitschneelawinen in tiefen und mittleren Lagen. Hochalpin bleiben frische Triebschneepakete das Hauptproblem.
    Lawinenwinter 1999: Derzeit ist die Altschneedecke mit Ausnahme von hochalpinen schattigen Bereichen sehr stabil aufgebaut. Prognosen für den weiteren Winterverlauf sind derzeit nicht möglich.

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