Montag, 5. März 2012

Nach einer sehr lawinenaktiven Zeit Besserung der Situation durch sinkende Temperaturen - Gleitschneelawinen bleiben jedoch weiter ein Thema.

Ein Blick auf die Nordkette oberhalb von Innsbruck zeigt eindrucksvoll die zahlreichen Gleitschneelawinen der letzten Woche. Dieses Phänomen konnte man mit Ausnahme des schneearmen, südlichen Osttirols in ganz Tirol beobachten. Schuld waren die warme Witterung und die dadurch bedingte zunehmend feuchte bis nasse Schneedecke, die den Gleitprozess massiv förderte. 




Die roten Punkte zeigen Gleitschneelawinen, die auf der Nordkette insbesondere während der vergangenen Woche abgegangen sind (Foto vom 04.03.2012)

 

Eine dieser Lawinen im Detail...




Lange schon durch Risse angekündigt, am 03.03. abgegangen.



Typisch für die letzte Zeit: Viele nasse Gleitschneelawinen unterschiedlichster Größe, einige nasse Lockerschneelawinen und vereinzelte Schneebrettlawinen.

 


Lawinen im Stubaital von Anfang März (Foto vom 03.03.2012)



Nun sinken die Temperaturen. Es schneit in der Höhe. Der Wind legt zu und weht aus nördlicher Richtung. Die Gefahr von nassen Schneebrett- und Lockerschneelawinen ist nun gebannt. Gleitschneelawinen können jedoch weiterhin auf steilen Wiesenhängen abgleiten, werden jedoch seltener auftreten.

 


Die Wetterstation Gallreideschrofen im Gschnitztal zeigt sehr gut die warme Witterung samt wolkenloser Tage Anfang März sowie die nun sinkenden Temperaturen mit Schneefall und wieder zunehmendem Wind.



Wie schon Anfang letzter Woche sind nun die Voraussetzungen gegeben, dass sich dort, wo die Schneedecke nass war, im Grenzbereich zum kalten Neuschnee kantige Kristalle bilden könnten. Diese könnten kurzfristig als Gleitfläche für die frischen Triebschneepakete in Frage kommen. Ob sich diese Schwachschicht tatsächlich bildet, werden wir im Rahmen unserer kommenden Schneedeckenuntersuchungen herausfinden.



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