Donnerstag, 20. Dezember 2012

Details zum tödlichen Lawinenunfall im Variantengebiet Kapall - Törli

Eine Gruppe russischer Skifahrer fuhr am 18.12. vom Schöngrabenlift in das zum Teil extrem steile Variantengelände Kapall – Törli ein.
 
Der Unfallort samt Verschüttungsstelle (Foto vom 19.12.2012)
 
Es herrschten bei Schneefall und Wind sehr schlechte Sichtverhältnisse. Den Erhebungen der Alpinpolizei zufolge muss davon ausgegangen werden, dass die Gruppe dadurch komplett die Orientierung verlor und schlussendlich in ein etwa 45° steiles, sehr enges Rinnensystem gelangte. Eine Person, die von den übrigen Gruppenmitgliedern außer Sichtweite war, löste dabei einen Rutsch aus. Es handelte sich um eine kleine, frische Triebschneeansammlung, die während der am 19.12. gemeinsam mit der Alpinpolizei durchgeführten Erhebungen bereits wieder gut mit der Altschneeoberfläche verbunden war.
 
 
Die nachfolgenden Gruppenmitglieder haben den Lawinenabgang nicht bemerkt. Erst als der Kollege längerer Zeit nicht auftauchte, alarmierten sie die Rettungskräfte. Der Verunglückte wurde aus einer Tiefe von 1,7m ausgegraben. Aufgrund des ungünstigen Liegepunktes in einem Graben nützte ihm auch sein ABS-Rucksack nichts, den er während des Lawinenabgangs offensichtlich betätigte.
 
Hier noch eine Detailansicht:
 
Der Rutsch (Anirssmächtigkeit 15cm) samt Verschüttungsstelle

Kommentare:

  1. Das zum Thema ABS das Allheilmittel und man bleibt an der Oberfläche. In diesem Fall 1,7m Tiefe Oberfläche.

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    1. Wer ernsthaft glaubt ABS sei ein Allheilmittel, der hat von Risikomanagement nichts, aber rein gar nichts verstanden. Leider existiert diese Vorstellung aber in vielen Köpfen da draußen...

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  2. wieso muss hier immer gegen abs gemeckert werden? klar kann man in keiner mulde oben bleiben, wenn schnee nachrutscht, aber das sagt auch kein einziger ABS-befürworter... ihr dürft aber auch gerne ohne sicherheitsgurt und winterreifen autofahren, gibt schliesslich auch immer wieder mal nen angeschnallten verkehrstoten zu melden!

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