Samstag, 19. Januar 2013

Am 20.01. stellt sich mit stürmischem Wind kurzfristig eine heikle Lawinensituation für den Wintersportler ein

Die Wetterprognose der ZAMG-Wetterdienststelle ist eindeutig: Morgen am 20.01. wird es in ganz Tirol zumindest oberhalb der Waldgrenze stürmisch. Die Anzahl an Gefahrenstellen in Form von frischen Triebschneeansammlungen nimmt dadurch markant zu. Die Entwicklung geht in Richtung „niedriger" Stufe 4. Wir müssen aufgrund der schlechten  Verbindung von Triebschnee mit dem kalten, lockeren Neuschnee der vergangenen Tage allgemein von einer hohen Störanfälligkeit der Schneedecke ausgehen.

Spontane Lawinen werden vermehrt im Sektor W über N bis O im kammnahen Gelände, aber auch in windbeeinflussten, sehr steilen Mulden und Rinnen zu beobachten sein. Lawinen können durchaus mittlere Größe erreichen.

Das Problem stellen primär frische Triebschneeansammlungen dar. Vorsicht und Zurückhaltung im Steilgelände sollten obersten Gebot sein! Weiterhin deutlich günstiger wird es dort bleiben, wo der Wind nicht durchgreift!

Übrigens wurden am 18.01. bei einem Lawinenabgang im Variantengelände des Skigebietes Nauders drei Personen einer 5-köpfigen Gruppe - ein Lehrer und vier Schüler aus Deutschland - von einem Schneebrett erfasst und teilweise verschüttet. Ein Schüler zog sich Verletzungen zu. Die Gruppe hatte keine LVS-Geräte und keine Notfallausrüstung bei sich. Der Unfallort zählte zu jenen Bereichen Tirols, wo der Wind besonders kräftig geweht hat. (Anmerkung: Ergänzung zum Lawinenabgang Nauders am 21.01.2013).

Hier noch ein paar Impressionen vom 18.01.2013...

Einer der am 18.01.2013 zahlreichen, kleinen Schneerutscher, die von Wintersportlern ausgelöst wurden (Nördliche Stubaier Alpen)

Einer der zahlreichen Lockerschneerutsche, die aus besonnten Hängen am 18.01. abgegangen sind

Windeinfluss im Kammbereich des Zwieselbacher Roßkogels (Foto vom 18.01.2013)

Das inzwischen tief verschneite Osttirol (Rotgebele, Zentralosttirol) (Foto vom 18.01.2013)



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