Mittwoch, 13. März 2013

Impressionen zum ersten intensiven Frühjahrs-Nassschneelawinenzyklus

Die Aktivität von Nassschneelawinen hat seit Anfang März bis zum 10.03. sukzessive zugenommen. Man beobachtete mitunter zahlreiche nasse Lockerschnee- und Gleitschneelawinen. Deutlich seltener waren es Schneebrettlawinen, was für den in Summe recht günstigen Schneedeckenaufbau spricht.
 
Ein Blick ins Kleinvermunttal.in der Silvretta: Auf der sonnenzugewandten, rechten Bildseite erkennt man zahlreiche nasse Gleitschnee- und vereinzelte nasse Lockerschneelawinen, die bis zum Wochenende abgegangen sind. (Foto vom 12.03.2013)
 
Zum Glück kamen keine Personen durch Nassschneelawinen zu Schaden, wie z.B. bei zwei Lawinenereignissen am 10.03.
 
In der Axamer Lizum ging damals oberhalb einer Lawinenverbauung eine nasse Lockerschneelawine ab, die in Folge eine nasse Schneebrettlawine auslöste. Der Schnee floss dann durch die Verbauung und verschüttete den darunter befindlichen Skiweg. Nach rascher Sondierung des Kegels stand bald fest, dass niemand verschüttet wurde.
 
Lawinenabgang in der Axamer Lizum (Foto vom 10.03.2013)
 
Besonders viel Glück hatte eine Person im Bereich der Pfundsalm in Hochfügen, einer Stelle, wo Mitte April 2009 zwei Personen durch eine Nassschneelawine ums Leben kamen. Die Person wurde teilweise verschüttet und blieb unverletzt. Auch hier rückten Lawinenhunde und Bergretter aus, um nach möglichen weiteren Verschütteten zu suchen. Die Suche konnte bald abgebrochen werden.
 
Lawinenabgang im Bereich der Pfundalm in den  Tuxer Alpen (Foto vom 10.03.2013)
 

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