Samstag, 16. März 2013

In Osttirol sowie den Zillertaler Alpen herrschen derzeit die vergleichsweise ungünstigsten Verhältnisse. Es gab einige Lawinenereignisse auch mit Personenbeteiligung. Frischen Triebschneepaketen sollte man konsequent ausweichen!

Wir haben ein West-Ost-Gefälle der Lawinengefahr. Am vergleichsweise ungünstigsten ist die Situation in Osttirol sowie den Zillertaler Alpen. Dort findet man oberhalb der Waldgrenze am häufigsten frischen, leicht zu störenden Triebschnee, der dort auch mächtiger ist als in den übrigen Regionen Tirols.
 
 
Schneedeckenuntersuchungen bestätigen die durchwegs schlechte Verbindung des Triebschnees mit entweder kaltem, lockeren Schnee oder aber mit kantigen Kristallen, die sich seit Wochenbeginn auf harten Krusten gebildet haben.
 
Schneedeckentest von unserem Beobachter Peter Fuetsch in Goldried am 15.03.2013: Der Block bricht bereits beim Abschneiden ab - ein schlechtes Vorzeichen!
 
Auch die Lawinenereignisse der vergangenen Tage sprechen eine klare Sprache. Alle Ereignisse konzentrierten sich auf Osttirol. Hier noch ein Bild vom Abgang auf den offenen Skiweg im Skigebiet Goldried am 14.03., das wir von der Alpinpolizei erhalten haben.
 
schwarz: Lawinenbahn; blau: verschütteter Skiweg; rot: Piste
 
Gestern am 15.03. wurden uns noch zwei weitere Lawinenereignisse aus den Osttiroler Tauern gemeldet. Eines im Bereich des Hochgassers, eines beim Vorderen Plattenkogel auf jeweils ca. 2400m O-seitig, kammnah, sehr steil. Beide Abgänge gingen zum Glück glimpflich aus.
 
Mit dem markanten Temperaturanstieg und der Sonneneinstrahlung werden heute nicht nur zahlreiche Lockerschneelawinen, sondern auch spontane Schneebrettlawinen aus besonntem, kammnahen, eingewehten Gelände zu beobachten sein.

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