Montag, 16. Dezember 2013

Die Absturzgefahr ist derzeit höher einzuschätzen als die Lawinengefahr

Keinerlei Lawinenereignisse während der vergangenen Woche, dafür Rückmeldungen über sehr harte Schneeoberflächen sowie ein Absturz eines Skitourengehers am 15.12.2013 im Bereich des Zuckerhütls zeigen, dass der Absturzgefahr derzeit größere Aufmerksamkeit gewidmet werden muss als der Lawinengefahr.
 
Ansonsten hat uns vom 14.12. auf den 15.12. eine kleine Kaltfront gestreift. Wenige Zentimeter Neuschnee waren die geringe Ausbeute.
 
Nach einer langen Schönwetterphase gab es wenige cm. Neuschnee
 
An der Wetterstation Seegrube / Hafelekar erkennt man gut das Eindringen der Kaltfront vom 14.12. auf den 15.12. Die Temperatur sinkt, es fällt etwas Neuschnee (geringer Anstieg bei der Schneehöhe). Zusätzlich liegen die rot dargestellte Lufttemperatur sowie die blau dargestellte Taupunktstemperatur unmittelbar beieinander - die Luftfeuchtigkeit betrug 100%
 
Kurzfristig wehte am 15.12. in der Höhe auch stärkerer Wind, der den Neuschnee verfrachtete. Diese Triebschneepakete sind meist nur sehr kleinräumig. Eine Störung sollte wegen der sehr unregelmäßigen Altschneeoberfläche meist nicht möglich sein.
 
Die wenigen cm Neuschnee wurden verfrachtet. Triebschneepakete sollten nur klein und - wenn überhaupt -  nur im extrem steilen, kammnahen Gelände zu stören sein (Nördliche Stubaier Alpen am 15.12.2013).
 

Kommentare:

  1. Hallo! Mich würde interessieren, was genau die Lawine in Lech am Arlberg ausgelöst hat. Im orf-Text ist von ungünstigem Schneedeckenaufbau die Rede. War dort ein sonnenbeschienener Hang betroffen, der durch die markante Milderung aufgeweicht wurde? Vielen Dank!

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    1. Hallo! Vorab: Nein, mit der Sonne hatte dies nichts zu tun. Es handelte sich um einen extrem steilen Schattenhang auf ca. 2000m Höhe. Das Schneebrett hatte geringe Anrissmächtigkeit und lange Sturzbahn. Nähere Details bitte über die Vorarlberger Kollegen erfragen. Grüße Patrick Nairz

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