Montag, 4. Mai 2015

Zunehmende Durchnässung führt zu vermehrten spontanen, auch großen Lawinenabgängen!

Der derzeitige Wetter-Cocktail wirkt sich ungünstig auf die Lawinensituation aus. Während der vergangenen Tage war es warm, trüb, regnerisch bei einer Regenobergrenze gestern am 03.05. von teilweise über 3000m.

 

Die Schneedecke wurde dadurch auch in großen Höhen auch in tieferen Schichten immer feuchter. Ältere, bodennahe Schwachschichten vom Frühwinter, die sich ab Mitte Februar ausreichend stabilisiert hatten, werden dadurch wieder störanfälliger.

 

Wie vorhergesagt, verschieben sich Gefahrenbereiche für Schneebrettlawinen in höhere Bereiche. Schattseitig konnten während der vergangenen Tage vermehrt spontane Schneebrettlawinen im sehr steilen  Gelände in einem Höhenbereich zwischen etwa 2200m und 2600m beobachtet werden. In O- und W-exponierten Hängen sind uns spontane Lawinenabgänge in Höhenbereichen um 2500m und darüber gemeldet worden. Südseitig gingen keine Meldungen ein. Die Problembereiche dürften hier noch etwas höher gelegen sein. Lawinen können durchaus groß werden.

 

Lawinenabgänge der vergangenen Tage im schattigen, sehr steilen Gelände. Hier am Beispiel der Nördlichen Stubaier Alpen (Foto: 03.02.2015). Die hell-rosarote Lawine rechts im Bild ging am 03.05. ab, die rote am 02.05., die dunkel-violette vermutlich am 01.05.2015 Lawinensituation.

 

Die oben eingezeichnete, rote Lawine während des Abgangs (Foto: 02.05.2015)

 

 

Nasse Schneedecke, steigende Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit: Schlechte Vorzeichen für die Lawinensituation.

Mit den sommerlichen Temperaturen und der fehlenden Ausstrahlung rechnen wir auch morgen am 05.05.2015 mit spontanen Lawinen, die wieder groß werden können.

 

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