Donnerstag, 11. Februar 2016

Im südlichen Osttirol trotz geringer Schneehöhen oberhalb der Waldgrenze zum Teil recht störanfällige Schneedecke. Lawinenauslösungen weiterhin meist im Altschnee. Recht gute Bedingungen mit Pulverschnee in mittleren Höhenlagen.

Als kurze Ergänzung zum heutigen Blogeintrag möchten wir noch auf einige Sachen hinweisen: Es gibt nicht nur Negatives, sondern auch Positives zu berichten!
 
Zur Abwechslung einmal das Positive zuerst: In mittleren, nicht so sehr vom Wind beeinflussten Höhenlagen findet man meist eine recht stabile Schneedecke samt gutem Pulverschnee, der morgen am 12.02. wegen des Strahlungseinflusses sonnseitig allerdings nicht mehr ganz so makellos sein dürfte.
 
Ein Blick knapp unterhalb  des Gipfels der Wankspitze in den Westlichen Nordalpen in Richtung Stöttltörl zeigt guten Pulverschnee. (Foto: 11.02.2016)
 
Frische Triebschneepakete haben sich heute durch den Strahlungseinfluss unterhalb etwa 2300m rasch verbunden (Foto: 11.02.2016)
 
Schneeprofil samt Stabilitätstest in den Westlichen Nordalpen um 2000m schattseitig. Kein ausgeprägtes Altschneeproblem; beginnende bodennahe Anfeuchtung des Schnees. Oberflächennahe Harschkruste bricht unregelmäßig. Somit in Summe ein guter Eindruck in dieser Höhenlage und Region.
 
Sonnseitig wird die Schneedecke unterhalb etwa 2000m zunehmend auch in tieferen Schichten schwach feucht, ist in Summe jedoch stabil.
 
Kein Einzelfall: Stabile Schneedecke sonnseitig unterhalb 2000m; Wankspitze, Westliche Nordalpen (Foto: 11.02.2016)
 
Negatives gibt es unverändert aus den inneralpinen Regionen oberhalb etwa 2300m zu berichten. Dort bleibt das bereits oftmals angesprochene Altschneeproblem weiter aufrecht.
 
Variantenfahrer lösten heute im Kühtai in der Nähe des Drei-Seen-Liftes diese Schneebrett aus. Es passierte nichts (Foto: 11.02.2016)
 
Negatives gibt es auch aus dem südlichen Osttirol zu berichten. Dort hat sich durch die kürzlichen Schneefälle eine Situation ausgebildet, die vergleichbar mit jener ist, die wir Anfang / Mitte Jänner in weiten Teilen Nordtirols hatten. Auf einer aufbauend umgewandelten Schneedecke (meist unter dünnen Krusten) lagert nun genügend gebundener (meist vom Wind beeinflusster Schnee), sodass nun vermehrt Schneebrettlawinen ausgelöst werden können. Rissbildungen, Setzungsgeräusche und sogar Fernauslösungen werden uns von dort gemeldet. Also trotz der geringen Schneehöhen nicht täuschen lassen. Steiles, vermehrt schattiges Gelände sollte deshalb besonders vorsichtig beurteilt werden!
 
Spontanes Schneebrett, das während des Schneefalls im südlichen Osttirol abgegangen ist (Foto: 11.02.2016)
 
Schneebrettlawinen können auch fernausgelöst werden! Südliches Osttirol (Foto: 11.02.2016)
 

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