Mittwoch, 6. April 2016

Wetterumstellung führt zur Änderung der Lawinensituation

Die in den letzten Tagen vorherrschende föhnige Südströmung wird mit dem Durchzug einer Kaltfront beendet. Durch die Wetterumstellung ist die Nassschneeaktivität vorerst gebannt. Mit dem erwarteten Schneefall (bis zu 5 cm) und den zwischenzeitlichen Aufhellungen morgen Vormittag ist vereinzelt mit kleinen Lockerschneelawinen zu rechnen. Gleitschneelawinen bleiben vor allem an steilen Grashängen weiterhin ein Thema. Die Bereiche unterhalb der Gleitschneerisse sollten gemieden werden.

Blick von Elmen zur Elmer Kreuzspitze. Zu sehen sind zahlreiche frische Gleitschneelawinen, die  in der Nacht zum Sonntag abgegangen sind. (Foto: 03.04.2006) 

Die von Westen her beginnende merkliche Abkühlung und das Einsetzen des Niederschlags ist bereits an der Station Jöchelspitze im Außerfern erkennbar.

Deutlich erkennbar sind der Temperaturrückgang und die einsetzenden Niederschläge an der Station Jöchelspitze im Außerfern.

Nach den zwischenzeitlichen Aufhellungen morgen vormittags südlich des Inns und im Unterland  wird am Nachmittag die Bewölkung wieder dichter und es beginnt zu regnen. Laut ZAMG sinkt die Schneefallgrenze im Norden auf 1000 m, im Süden bleiben sie auf 2000 m.


Durch den prognostizierten mäßig bis starken Westwind ist zunehmend auf frische, kleine Triebschneepakete zu achten. Dies vor allem entlang des Alpenhauptkamms in kammnahem Gelände.

Am Samstag ist eine leichte Wetterbesserung zu erwarten. Es bleibt aber noch kühl. Am Sonntag beginnt sich die Wetterlage voraussichtlich wieder auf Süd umzustellen. Damit verbunden sind deutlich wärmere Temperaturen, wodurch sich wieder eine Frühjahrssituation einstellen wird.

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