Samstag, 25. Februar 2017

Mögliche, neue Schwachschicht in besonnten Hängen in Höhenbereich zwischen etwa 2500m und 2800m beachten.

Das im letzten Blogeintrag bereits erwähnte, mögliche neue Altschneeproblem aufgrund des Gefahrenmusters 4 (kalt auf warm) bestätigte sich heute am 25.02. durch weitere Schneeprofile, Rückmeldungen, aber auch Lawinenabgänge.

Derzeit kristallisiert sich dafür ein Höhenbereich zwischen etwa 2500m und 2800m in sehr steilen besonnten Hängen heraus. Dies gilt v.a. dort, wo sich seit vergangener Woche auf den bestehenden, angefeuchteten Schmelzkrusten durch Schneefall bzw. Schneeverfrachtung ausreichend Schnee für die Bildung eines Schneebrettes abgelagert hat.

Zur Untermauerung hier ein paar Fakten:
Schneeprofil von Lukas Ruetz auf 2625m Süd im Bereich der Hagger Scharte in den Nördlichen Stubaier Alpen: sh. hier

Am Samerschlag in den Nördlichen Stubaier Alpen wurde am 24.02. in einem Höhe von 2650m in einem sehr steilen O-Hang ein Schneebrett ausgelöst. Es passierte nichts.

Im Nahbereich des Pleiskopfes (Hochimst) in der Region Arlberg-Außerfern löste ein Variantenfahrer kammnah O-seitig auf ca. 2500m ein Schneebrett aus. Gesichert ist eine kantige Schicht auf der Schmelzkruste von vergangener Woche. Darüber Triebschnee.

In der Nähe der Langkarlesschneit in den Ötztaler Alpen wurde O-seitig in einer Höhe von etwa 2800m im sehr steilen bis extrem steilen Gelände eine spontane Lawine gesichtet, die primär auch auf einer kürzlich entstandenen kantigen Schicht abgebrochen sein könnte.

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