Freitag, 16. Mai 2014

Nach den Eisheiligen erhöhte Gefahr von Lockerschneelawinen, hochalpin kurzfristig auf frischen Triebschnee achten!

Seit Anfang Mai dominierte eine wechselhafte und v.a. Anfang des Monats eine mitunter auch noch recht lawinenaktive Zeit. In weiten Teilen Tirols konnten in höheren Lagen, vermehrt im schattigen, sehr steilen Gelände zum Teil beachtliche Schneebrettlawinen beobachtet werden. Nicht selten wurden diese durch den Impuls von nassen Lockerschneelawinen ausgelöst.
 
Schneebrettlawine in den Kalkkögeln (Foto: 04.05.2014)
 
Großes Schneebrett am Ende des Finstertaler Stausees in den Nördlichen Stubaier Alpen (Foto: 10.05.2014)
 
Ähnliches Bild unterhalb des Schöllekogels (Nördliche Stubaier Alpen) Foto: 05.05.2014
 
Lawinentätigkeit im Neunerkar in den Westlichen Nordalpen (Foto: 05.05.2014)
 
Inzwischen haben uns die Eisheiligen in der Höhe einiges an Neuschnee beschert. Berücksichtigt man die Setzung der Schneedecke, waren es seit Anfang der Woche zum Teil bis zu 75cm.
 
 
Dazu kam in der Höhe starker, zum Teil auch stürmischer Wind. Somit muss kurzfristig in hochalpinen Regionen (oberhalb etwa 3000m) in kammnahen, sehr steilen Hängen auch auf störanfälligen, frischen Triebschnee achten.
 
Mit der nun angekündigten langsamen Wetterbesserung samt steigenden Temperaturen wird man zudem vermehrt Lockerschneelawinen aus extrem steilem Gelände beobachten können.
 
In großen Höhen sollte v.a. bei massiver Erwärmung und fortschreitender Durchnässung der Schneedecke bis in Bodennähe, vermehrt im Nordsektor auf die Gefahr möglicher, weiterer Schneebrettlawinen (ähnlich wie in oberen Bildern) geachtet werden.
 

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