Mittwoch, 13. Februar 2013

In Tirol liegt überdurchschnittlich viel Schnee

Nach dem letztjährigen außergewöhnlich schneereichen Winter in Nordtirol sowie im Norden Osttirols liegen die Schneehöhen auch diesen Winter über dem langjährigen Durchschnitt.
 
Beobachterstation in Boden. Die dicke, violette Linie der obersten Grafik zeigt die aktuelle Schneehöhe, die dünne Linie das langjährige Mittel, der graue Bereich die bisherigen Maxima und Minima. Darunter in rot die um 07:00 Uhr morgens gemessenen Neuschneehöhen dieses Winters
 
Die Schneehöhenkarte zeigt ein ziemlich ausgeglichenes Bild für Tirol.
 
 
Am meisten Schnee liegt im Nordwesten des Landes, an der Grenze zum Allgäu (Foto vom 09.02.2013)
 
Der Föhneinfluss von Anfang der Woche wirkte sich nur in höheren Lagen speziell in den Regionen entlang des Alpenhauptkammes sowie in typischen Föhnschneisen negativ auf die Schneequalität und die Lawinengefahr aus. Frische Triebschneepakete, die durch den Windeinfluss entstanden sind, können unverändert leicht durch geringe Belastung gestört werden. In windbeeinflussten, v.a. kammnahen Steilhängen war die Zusatzbelastung des Triebschnees immer wieder groß genug, um auch kleine, vereinzelt mittlere Lawinen spontan abgehen zu lassen.
 
Kammnahes, frisches Schneebrett in den Tuxer Alpen (Foto vom 12.02.2013)
 
Weiterhin (entgegen den Befürchtungen des kürzlich erfolgten Blogeintrages) kann man also vielerorts schönen Pulverschnee genießen. Für den 14.02. erwarten wir mit Sonneneinstrahlung vermehrt Lockerschneelawinen aus felsdurchsetztem Gelände. Ganz vereinzelt sind im kammnahen, extrem steilen, besonnten Gelände v.a. am Nachmittag auch kleinere spontane Schneebrettlawinen in Form des kürzlich gebildeten Triebschnees denkbar.

Schneebrettlawinen, die im Altschnee auf kantigen Kristallen im Bereich der Ende Jänner, Anfang Februar gebildeten Regenkrusten abgehen, sind zur Zeit eher unwahrscheinlich, dennoch nicht ganz auszuschließen. Dies betrifft v.a. jene Bereiche, wo der Neuschnee durch Strahlungseinfluss gebunden wird. Schneebrettlawinen dürften nur kleinräumig durch große Zusatzbelastung in einem Höhenbereich zwischen etwa 1900m und 2300m auszulösen sein.
 
Pulverschnee in windgeschützten Lagen in ganz Tirol (Foto vom 12.02.2013)

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