Donnerstag, 10. März 2022

Absturzgefahr auf hart gefrorener Schneeoberfläche überwiegt Lawinengefahr!

Günstige Lawinensituation bei allgemein geringer Lawinengefahr

Während der vergangenen Wochen wurde in ganz Tirol sehr häufig extrem steiles Gelände befahren, ohne dass es zu Abgängen von Schneebrettlawinen gekommen wäre. Ebenso bestätigen sämtliche, uns bekannten Stabilitätsuntersuchungen eine durchwegs spannungsarme bzw. stabile Schneedecke.
Kurz: Wir haben es mit einer günstigen Lawinensituation zu tun. 

Wenige Gefahrenstellen

Trockene Lockerschneelawinen im extrem steilen, schattigen Gelände

Die Schneeoberfläche wurde in Schattenhängen während der langen Schönwetterphase massiv aufbauend umgewandelt. D.h. diese besteht häufig aus lockeren, kantigen Kristallen. In extrem steilem Gelände kann der Impuls von Wintersportlern dazu führen, dass unterhalb der Skispur Lockerschneelawinen abgehen. Es ist also möglich, dass solch initiierte Lockerschneelawinen Skifahrer während ihrer Weiterfahrt mitunter einholen und gefährden können. Die Mitreißgefahr überwiegt dabei die Verschüttungsgefahr. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von "sluff-management" - entweder lasse ich der Lockerschneelawine genügend Zeit, unterhalb meiner Spur abzugehen oder ich beachte bei weiteren Schwüngen, dass ich nicht in den Bereich der abgehenden Schneemassen komme.


Ein Wintersportler löste unmittelbar zuvor während der Abfahrt die am Bild ersichtlichen Lockerschneelawinen aus, die ihn während seiner Weiterfahrt nicht gefährdeten. Silvretta (Foto: 08.03.2022)
Ein Wintersportler löste unmittelbar zuvor während der Abfahrt die am Bild ersichtlichen Lockerschneelawinen aus, die ihn während seiner Weiterfahrt nicht gefährdeten. Silvretta (Foto: 08.03.2022)


Feuchte Lockerschneelawinen vornehmlich durch den Impuls von WintersportlerInnen
 
Während der vergangenen Woche war es für die Jahreszeit zu kühl. Zudem war die Luft oftmals sehr trocken. Beides führte dazu, dass die Schneedecke während des Tages in steilen Sonnenhängen nur oberflächig feucht wurde. Feuchte Lockerschneelawinen ließen sich deshalb - wenn überhaupt - erst im Laufe des Tages durch den Impuls von Skifahrern auslösen. Mit den langsam steigenden Temperaturen wird es während des Wochenendes etwas wahrscheinlicher, dass vereinzelt feuchte Rutsche im extrem steilen Gelände im Tagesverlauf von selbst abgehen.


Ein kleiner feuchter Rutsch im extrem steilen, nach Süden ausgerichteten Gelände. Ötztaler Alpen (Foto: 10.03.2022)
Ein kleiner feuchter Rutsch im extrem steilen, nach Süden ausgerichteten Gelände. Ötztaler Alpen (Foto: 10.03.2022)


Meist noch gute Schneequalität

Ganz so makellos, wie Anfang vergangener Woche ist die Schneequalität zwar nicht mehr, dennoch überwiegt meist noch eine gute Schneequalität: In flachem bzw. allgemein schattigem Gelände ist die Schneeoberfläche häufig locker. In steilen Sonnenhängen findet man während des Morgens eine hart gefrorene Schneeoberfläche, die während des Tages aufweicht. Firngenuss ist dort angesagt. Hochapin war der Wind hingegen häufiger im Spiel.


Betrachtet man die zwei von rechts kommenden Skispuren so lässt sich erkennen. Sonnseitig Firn, schattseitig "Pulver". (Foto: 08.03.2022)
Betrachtet man die zwei von rechts kommenden Skispuren: Sonnseitig Firn; schattseitig bzw. flach "Pulver". (Foto: 08.03.2022)


Ein "Pulvertraum". Ötztaler Alpen (Foto: 10.03.2022)
Ein "Pulvertraum". Ötztaler Alpen (Foto: 10.03.2022)


Die Übergangsbereiche mit Bruchharsch nehmen langsam zu. (Foto: 08.03.2022)
Die Übergangsbereiche mit Bruchharsch nehmen langsam zu. (Foto: 08.03.2022)


Büßerschnee entsteht im Frühjahr dann, wenn die Luft sehr trocken ist. Sellrain (Foto: 06.03.2022)
Büßerschnee entsteht im Frühjahr dann, wenn die Luft sehr trocken ist. Sellrain (Foto: 06.03.2022)


Andere alpine Gefahren

Zur Zeit überwiegen andere alpine Gefahren gegenüber der Lawinengefahr. Dazu gehört u.a. die Gefahr, auf der während der Nachtstunden (bei klarem Himmel) hart gefrorenen Schneeoberfläche in sehr steilen Sonnenhängen auszurutschen und  abzustürzen.

Ebenso langen bei uns vereinzelte Informationen über Wechtenbrüche ein. Vorsicht v.a. bei Gratüberschreitungen. Aber auch der Aufenthalt unterhalb von Wechten birgt eine gewisse Gefahr. 


Wechtenbildung im Kammbereich (Foto: 08.03.2022I
Wechtenbildung im Kammbereich (Foto: 08.03.2022I


Ausrutschgefahr auf Eisgallen (Foto: 10.03.2022)
Ausrutschgefahr auf Eisgallen (Foto: 10.03.2022)


Wetterrück- und Ausblick

Kurz und bündig: Während der vergangenen Woche dominierte Hochdruckeinfluss. Teilweise mischten sich jedoch immer wieder Wolken ins Wettergeschehen. Vermehrt war dies im Unterland der Fall. Es geht ähnlich weiter. Diesmal (kurzfristig) vermehrt Wolken in Osttirol. Es bleibt trocken. Die Temperatur nimmt langsam zu.


Das Unterland war Anfang letzter Woche wettertechnisch etwas benachteiligt. Seit 08.03. dann wieder sternenklare Nächte bei trockener Luft. Die Temperatur steigt nun von Tag zu Tag etwas an. Dieser Trend hält an. Die Schneeoberfläche wird während des Tages feucht.
Das Unterland war Anfang letzter Woche wettertechnisch etwas benachteiligt. Seit 08.03. dann wieder sternenklare Nächte bei trockener Luft. Die Temperatur steigt nun von Tag zu Tag etwas an. Dieser Trend hält an. Die Schneeoberfläche wird während des Tages feucht.


Die günstige Lawinensituation hält an!

Donnerstag, 3. März 2022

Überwiegend günstige Lawinensituation mit nur mehr wenigen Gefahrenstellen

Spannungsarme Schneedecke überwiegt

Schneedeckenuntersuchungen und Rückmeldungen bestätigen, dass die Schneedecke inzwischen meist recht spannungsarm ist. Deshalb darf bei diesem Blog primär das Positive der Situation hervorgehoben werden. Schattseitig findet man recht verbreitet noch Pulverschnee zum Skifahren, während sonnseitig zumindest bis in mittlere Lagen hinauf teilweise schon firnähnliche Verhältnisse anzutreffen sind.


Lockerer, aufbauend umgewandelter Schnee - quasi Pulverschnee - v.a. in nordexponierten Hängen; Tuxer Alpen (Foto: 03.03.2022)
Lockere, aufbauend umgewandelte Schneeoberfläche - quasi Pulverschnee - v.a. in nordexponierten Hängen. Tuxer Alpen (Foto: 03.03.2022)


Pulverschnee im Arlberggebiet (Foto: 27.02.2022)



Sulzschnee im besonnten Gelände in mittleren Höhenlagen (Foto: 03.03.2022)
Sulzschnee im besonnten Gelände in mittleren Höhenlagen. Tuxer Alpen (Foto: 03.03.2022)


Zusätzlich beobachtet man im gesamten Land, dass sehr viele WintersportlerInnen das schöne Wetter während der vergangenen Woche ausgenützt haben und somit viele Personen im freien Gelände unterwegs waren bzw. immer noch sind.


Ein recht häufiges Bild: Stark verspurtes Gelände auf beliebten Skitourenzielen. Tuxer Alpen (Foto: 03.03.2022)
Ein recht häufiges Bild: Stark verspurtes Gelände auf beliebten Skitourenzielen. Tuxer Alpen (Foto: 03.03.2022)


Wenige Gefahrenstellen

Wir gehen aktuell davon aus, dass man im Gelände nur mehr wenige Gefahrenstellen antrifft, wo man Lawinen auslösen kann bzw. von diesen gefährdet ist.

Das während der vergangenen Blogeinträge oftmals erwähnte Altschneeproblem, hervorgerufen durch schwache Schichten im Mittelteil der Schneedecke, grenzen wir inzwischen folgendermaßen ein: 
  • meist oberhalb etwa 2400m
  • Auslösung zumindest im sehr steilen, wahrscheinlicher im extrem steilen Gelände
  • Auslösung bevorzugt an schneearmen Stellen bzw. an Übergängen von wenig zu viel Schnee im Bereich von so genannten Schwimmschneenestern. 
  • Gelände, welches während des Winters kaum verspurt wurde.
  • vermehrt betroffen ist der Nordsektor. Hochalpin (also oberhalb etwa 3000m) sind vereinzelt auch Sonnenhänge betroffen.
Lawinen, die ausgelöst werden, sind häufig mittelgroß.


Bei diesem Schneebrett im Rettenbachtal wurde eine Person am 24.02.2022 verletzt. (Foto: 25.02.2022)
Bei diesem Schneebrett im Rettenbachtal wurde eine Person am 24.02.2022 verletzt. (Foto: 25.02.2022)


Profil, welches bei der oben abgebildeten Lawine im Rettenbachtal aufgenommen wurde. Oberer Teil der Schneedecke in "hellerem weiß". Unterer Teil der Schneedecke in "mattere weiß". Unten ist diese massiv aufbauend umgewandelt ("Schwimmschneenest"). Dort, wo diese Schicht noch von einem ausreichenden "Brett" überlagert ist, könnte ein Bruch initiiert werden. (Foto: 25.02.2022)
Profil, welches bei der oben abgebildeten Lawine im Rettenbachtal aufgenommen wurde. Oberer Teil der Schneedecke in "hellerem weiß". Unterer Teil der Schneedecke in "matterem weiß". Der untere Teil ist massiv aufbauend umgewandelt ("Schwimmschneenest"). Dort, wo diese Schicht noch von einem ausreichenden "Brett" überlagert ist, könnte ein Bruch initiiert werden. (Foto: 25.02.2022)

Zusätzlich vermuten wir, dass sich in einem schmalen Höhenband um 2600m im sehr steilen, besonnten Gelände aufgrund des Gefahrenmusters 4 "kalt auf warm" unterhalb des seit 25.02. auf 26.02. gefallenen und verfrachteten Schnee mancherorts eine dünne, kantige Schicht gebildet hat. Ein Lawinenabgang im Nahbereich der Prager Hütte (Venedigergruppe) am 28.02. in einem zumindest 35° steilen Westhang  auf 2600m und einer beim Schrimmennieder (Nördliche Stubaier Alpen) vermutlich am 02.03. in einem ebenso sehr steilen Westang auf ca. 2650m dürften darauf zurückzuführen sein.


Ca. 2500m, SW, 40° in den Tuxer Alpen. Eine dünne kantige Schicht in Oberflächennähe, die sich vermutlich ab dem 26.02. gebildet hat. Profil vom 03.03. in den Tuxer Alpen


Betroffen davon ist der am 25.02. und 26.02. gefallene und anschließend von kaltem NO-Wind verfrachteten Schnee. Diese Triebschneepakete sind aktuell noch sehr gut im Gelände zu erkennen.


Lawinenabgang Schrimmennieder (Foto: 03.03.2022)
Lawinenabgang Schrimmennieder (Foto: 03.03.2022)


Vereinzelt lösten sich vergangene Woche auch "kalte" Gleitschneelawinen. Eine davon erfasste eine Person am Weg zur Namloser Wetterspitze, eine weitere führte zu einem Erkundungsflug auf der Südseite der Nockspitze. Heute am 03.03. scheint der Wärme- bzw. vielmehr Feuchtigkeitseintrag in die Schneedecke in sehr steilen Sonnenhängen in mittleren Höhenlagen zu einer leicht gehäuften Aktivierung "warmer" Gleitschneelawinen geführt zu haben.


Eine Gleitschneelawine, die sich am Egger Muttekopf löste und Skitourengeher im Aufstieg zur Namloser Wetterspitze teilweise verschüttete. (Foto: 27.02.2022)
Eine Gleitschneelawine, die sich am Egger Muttekopf löste und Skitourengeher im Aufstieg zur Namloser Wetterspitze (Östliche Lechtaler Alpen) teilweise verschüttete. (Foto: 27.02.2022)

  
Diese Gleitschneelawine unterhalb der Nockspitze führte aufgrund einer Einfahrtsspur, die unten nicht unmittelbar ausgemacht werden konnte, zu einem Lawineneinsatz. (Foto: 02.03.2022)
Diese Gleitschneelawine unterhalb der Nockspitze (Nördliche Stubaier Alpen) führte aufgrund einer Einfahrtsspur, die unten nicht unmittelbar ausgemacht werden konnte, zu einem Lawineneinsatz. (Foto: 02.03.2022)


Vorsicht vor Gleitschneerissen / -mäulern. Bei zunehmender Durchfeuchtung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs. (Foto: 28.02.2022)
Vorsicht vor Gleitschneerissen / -mäulern. Bei zunehmender Durchfeuchtung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Abgangs. (Foto: 28.02.2022)


Kurzer Wetterrückblick

Während der vergangenen Woche schneite es vom 25.02. auf den 26.02. meist bis 10cm, lokal bis zu 30cm. Aufgrund der kühlen Temperaturen war der Schnee eher locker und wurde von dem teilweise recht kräftigen Nord- bzw. Ostwind entsprechend verfrachtet. In Summe dominierte Hochruckeinfluss. Die Schneedecke kühlte während klarer Nächte gut aus. Aufgrund der kühlen Temperaturen und der sehr trockenen Luftmasse wurde die Schneedecke nirgends richtig durchnässt, sondern nur oberflächig feucht, dies in Sonnenhängen bis in mittlere Höhenlagen hinauf.


24h Schneehöhendifferenz vom 25.02. auf den 26.02.
24h Schneehöhendifferenz vom 25.02. auf den 26.02. 



Wetterrückblick anhand der Wetterstation Seegrube. U.a. wurde die Schneeoberfläche im flachen Messfeld nie feucht.
Wetterrückblick anhand der Wetterstation Seegrube. U.a. wurde die Schneeoberfläche im flachen Messfeld nie feucht.


Was erwartet uns...

Laut ZAMG-Wetterdienststelle ist bis auf Weiteres kein nennenswerter Neuschneezuwachs zu erwarten. Vorerst bleibt es für die Jahreszeit zu kühl. Das Wochenende verspricht eines mit viel Sonnenschein zu werden.

Somit können wir vorerst von einer weiterhin überwiegend günstigen Lawinensituation ausgehen.

Donnerstag, 24. Februar 2022

Schwachschichten im Altschnee bilden die Hauptgefahr

Stellenweise noch schwache Schichten im Altschnee

Mit Hilfe von Schneedeckenuntersuchungen, Stabilitätstests und Schneedeckenmodellen verfolgen wir  die Entwicklung des seit Anfang des Monats vorhandenen Altschneeproblems. Es zeigt sich, dass die Gefahrenstellen stetig abnehmen, unter ungünstigen Voraussetzungen jedoch weiterhin Auslösungen in kantigen Schichten speziell im Mittelteil der Schneedecke möglich sind. Sehr vereinzelt können Lawinen immer noch groß werden, meist sind diese inzwischen jedoch mittelgroß.


Schneedeckenuntersuchungen helfen, das Altschneeproblem noch besser zu erfassen. Bielerhöhe (Foto: 20.02.2022)
Schneedeckenuntersuchungen helfen, das Altschneeproblem noch besser zu erfassen. Bielerhöhe (Foto: 20.02.2022)



Solchen Gefahrenbereiche findet man am ehesten noch im Sektor W über N bis O zwischen etwa 2200m und 2600m. Zudem gehen wir in Südhängen speziell oberhalb von etwa 2600m von vereinzelten solcher Gefahrenstellen aus. Lawinen können v.a. an Übergängen von wenig zu viel Schnee ausgelöst werden. Meist bedarf es dazu inzwischen großer Zusatzbelastung. Im Englischen wird diese Situation treffend mit "low probability - high consequence" umschrieben.


Spontaner Lawinenabgang vom 22.02.. Zunehmende Auflast aufgrund umfangreicher Schneeverfrachtungen. Nördliche Zillertaler Alpen, NO, 2400m (Foto: 23.02.2022)
Spontaner Lawinenabgang vom 22.02.. Zunehmende Auflast aufgrund umfangreicher Schneeverfrachtungen. Hohe Warte, Nördliche Zillertaler Alpen, NO, 2400m (Foto: 23.02.2022)



Spontanes Schneebrett vom 22.02. aufgrund von Schneeverfrachtungen. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 24.02.2022)
Spontanes Schneebrett vom 22.02. aufgrund von Schneeverfrachtungen. Stiergschwetz. Nördliche Stubaier Alpen. 2400m, Nord (Foto: 24.02.2022)



Lawinenauslösung im Nahbereich des Taschachhauses am 20.02.2022 in der Weißkugelgruppe. NO, 2350m
Lawinenauslösung im Nahbereich des Taschachhauses am 20.02.2022 in der Weißkugelgruppe. NO, 2350m 



Ein durch einen Sprung ausgelöstes Schneebrett auf ca. 2600m Süd in den Ötztaler Alpen. Vermutlich reines Triebschneeproblem. Möglich: Kombiniertes Trieb- und Altschneeproblem. (Foto: 23.02.2022)
Ein durch einen Sprung ausgelöstes Schneebrett auf ca. 2600m Süd in den Ötztaler Alpen. Vermutlich reines Triebschneeproblem. Möglich: Kombiniertes Trieb- und Altschneeproblem. (Foto: 23.02.2022)

Heute am 24.02. wurden wir von der Leitstelle Tirol überdies von zwei Lawinenabgängen informiert, bei denen Personen verletzt wurden. Einer davon war im Nahbereich des Marchginggeles in Innervillgraten (ca. 2500m, Nord), ein weiterer in der Weißkugelgruppe (ca. 2600m, Süd). 


Ein von stürmischem Wind geprägte Schneedecke

Vergangene Woche zeichnete sich (wieder einmal) durch stürmischen Windeinfluss auf den Bergen aus. Am kräftigsten wehte dieser am 22.02.2022. Frische Triebschneepakete konnten v.a. in größeren Höhen im sehr steilen Gelände ausgelöst werden. Aufgrund des bereits recht intensiven Strahlungseinflusses sowie des Wärmeeintrags in die Schneedecke haben sich die meisten Triebschneepakete bereits recht gut mit der Altschneeoberfläche verbunden.


Eine der vergangene Woche neuschneereichsten Regionen: Das Arlberggebiet. Stürmischer Wind während des Schneefalls.
Eine der vergangene Woche neuschneereichsten Regionen: Das Arlberggebiet. Stürmischer Wind während des Schneefalls.


Sturmumtost: Venedigergruppe (Foto: 22.02.2022)
Sturmumtost: Venedigergruppe (Foto: 22.02.2022)


Zitat vom Fotografen: "Windkanal Tannheim" (Foto: 20.02.2022)
Zitat vom Fotografen: "Windkanal Tannheim" (Foto: 20.02.2022)


Bezeichnend für ganz Tirol. Umfangreiche Schneeverfrachtungen. Grießkogelgruppe (Foto: 21.02.2022)
Bezeichnend für ganz Tirol. Umfangreiche Schneeverfrachtungen. Grießkogelgruppe (Foto: 21.02.2022)


Ein häufiges Bild der Schneeoberfläche in Tirol: Stark vom Wind gezeichnet. Zudem für die Jahreszeit wenig Schnee. Deferegger Berge. (Foto: 24.02.2022)
Ein häufiges Bild der Schneeoberfläche in Tirol: Stark vom Wind gezeichnet. Zudem für die Jahreszeit wenig Schnee. Deferegger Berge. (Foto: 24.02.2022)


Trotz unregelmäßiger Schneeoberfläche findet man mitunter recht guten Schnee zum Skifahren. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 24.02.2022)
Trotz unregelmäßiger Schneeoberfläche findet man mitunter auch recht guten Schnee zum Skifahren. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 24.02.2022)


Unterdurchschnittliche Schneehöhe

In weiten Teilen Tirols sind die Schneehöhen für die Jahreszeit gering. Außergewöhnlich gering ist diese im südlichen Osttirol. 


Magenta: Schneehöhenverlauf des heurigen Winters. Kurzfristig erreichte die Gesamtschneehöhe das bisher gemessene Minimum (Messreihe seit 1961!)
Magenta: Schneehöhenverlauf des heurigen Winters. Kurzfristig erreichte die Gesamtschneehöhe das bisher gemessene Minimum (Messreihe seit 1961!)


Blick vom südlichen Osttirol in Richtung Norden (Foto: 22.02.2022)
Blick vom südlichen Osttirol in Richtung Norden (Foto: 22.02.2022)


In Sonnenhängen liegt gebietsweise besonders wenig Schnee. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 24.02.2022)
In Sonnenhängen liegt gebietsweise besonders wenig Schnee. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 24.02.2022)


Etwas Nachschub gabs zwischen dem 21.02. und 23.02.2022
Etwas Nachschub gabs zwischen dem 21.02. und 23.02.2022


Ausblick

An der Lawinensituation ändert sich vorerst wenig. Das Wetter wird seitens der ZAMG-Wetterdienststelle folgendermaßen charakterisiert: "Nach Durchzug einer Kaltfront in der zweiten Nachthälfte (vom 24.02. auf den 25.02.) kühlt es deutlich ab, morgen (25.02.) strömt tagsüber von Norden her dann vorübergehend trockenere Luft nach. Am Samstag (26.02.) leichter Störungseinfluss, ab Sonntag (27.02.) Hochdruckeinfluss. Bis übers Wochenende hinaus entspricht die Temperatur dann in etwa dem langjährigen Mittel.

Donnerstag, 17. Februar 2022

Turbulente Wetterlage - frische Triebschneepakete - unverändert Altschneeproblematik - Anfeuchtung in tieferen Lagen

Turbulent

..so lässt sich das aktuelle Wettergeschehen wohl am besten umschreiben. Niederschlag (Schnee, dann Regen bis teilweise 2500m hinauf), orkanartiger Wind und ein Auf und Ab bei den Temperaturen.


Neuschnee am 15.02.2022. Steigende Temperaturen. Stürmischer Wind im südlichen Osttirol
Neuschnee am 15.02.2022. Steigende Temperaturen. Stürmischer Wind. (Südliches Osttirol)


24h Neuschneesumme 15.12. auf 16.12.2022 (bis zu 40cm waren es am Karnischen Kamm im Südlichen Osttirol
24h Neuschneesumme 15.02. auf 16.02.2022 (bis zu 40cm waren es am Karnischen Kamm im Südlichen Osttirol


Im Westen des Landes gabs auch noch am 17.02. Niederschlag, bis in hohe Lagen als Regen.
Im Westen des Landes gabs auch noch am 17.02. Niederschlag, bis in hohe Lagen als Regen.


Niederschlag mit Regen vom 16.02. auf den 17.02. Diesmal am meisten ganz im Westen des Landes
Niederschlag mit Regen vom 16.02. auf den 17.02. Diesmal am meisten ganz im Westen des Landes


Ganz neu auf lawinen.report: Karte der (potentiellen) Schneefallgrenze. Hier jene vom 17.02.2022 06:00 Uhr
Ganz neu auf lawinen.report: Karte der (potentiellen) Schneefallgrenze. Hier jene vom 17.02.2022 06:00 Uhr


Auswirkungen auf die Schneedecke sowie die Lawinengefahr

Der am 15.02. anfangs noch unter wenig Windeinfluss gefallene Schnee wird aktuell massiv verfrachtet. Im ganzen Land beobachtet man große Schneefahnen auf den Bergen. Frische Triebschneepakete sind v.a. in höheren Lagen störanfällig. Im neuschneereicheren, südlichen Osttirol können zudem auch schattige Steilbereiche in mittleren Höhenlagen davon betroffen sein.  

Neuschnee vom 15.02. am Weg zur Vennspitze in den Nördlichen Zillertaler Alpen (Foto: 16.02.2022)
Neuschnee vom 15.02. am Weg zur Vennspitze in den Nördlichen Zillertaler Alpen (Foto: 16.02.2022)


Schneeverfrachtungen auf den Bergen. Hier im Defereggental (Foto: 17.02.2022)
Schneeverfrachtungen auf den Bergen. Hier im Defereggental (Foto: 17.02.2022)


Zudem wurde die Schneeoberfläche in tiefen und zumindest mittleren Höhenlagen angefeuchtet. Ganz im Westen bei intensivem Regen drang das Wasser entsprechend tiefer in die Schneedecke ein. Die Kombination aus Triebschnee und Erwärmung führte vereinzelt sogar zu kleinen bis mittelgroßen spontanen Schneebrettlawinen.

Mit weiter steigenden Temperaturen am 18.02. bleibt die Schneeoberfläche vorerst in tiefen und mittleren Lagen eher feucht. Die Gleitschneelawinenaktivität kann während der kommenden Tage, insbesondere in den Gebieten, wo es viel regnete, etwas erhöht sein.


Gleitschneelawine, die sich am 14.02. unterhalb der Hohen Salve in den Westlichen Kitzbüheler Alpen löste. Ein Lawineneinsatz konnte abgebrochen werden.
Gleitschneelawine, die sich am 14.02. unterhalb der Hohen Salve in den Westlichen Kitzbüheler Alpen löste. Ein Lawineneinsatz konnte abgebrochen werden.


Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Dachlawinen durch Regeneintrag und Wärmeeinfluss. M;ieminger Gebirge (Foto: 12.02.2022)
Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Dachlawinen durch Regeneintrag und Wärmeeinfluss. Mieminger Gebirge (Foto: 12.02.2022)


Feuchte bis nasse Lockerschneelawinen durch Regen- bzw. Wärmeeintrag. Defereggenberge (Foto: 17.02.2022)
Feuchte bis nasse Lockerschneelawinen durch Regen- bzw. Wärmeeintrag. Defereggerberge (Foto: 17.02.2022)


An dem, in den vergangenen Blogeinträgen erwähnten, Altschneeproblem ändert sich vorerst wenig. Mancherorts kann sich das "Brett" durch Wärmeeintrag und zusätzliche (Triebschnee-)auflast neuerlich etwas mehr ausgeprägt haben, während die Schwachschicht tendenziell geringfügig weniger störanfällig sein sollte. Bruchfortpflanzungen über große Distanzen sind jedoch unverändert möglich.


Die Skispur deutet darauf hin, dass sich die Lawine löste, als die Person in deren Nahbereich war. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 14.02.2022)
Die Skispur deutet darauf hin, dass sich die Lawine löste, als die Person in deren Nahbereich war. Nördliche Stubaier Alpen (Foto: 14.02.2022)


Es bleibt unbeständig. An der Lawinensituation ändert sich wenig

Auf einen außergewöhnlich warmen Freitag, 18.02. folgt am Samstag eine schwache Kaltfront. Es bleibt windig, ist aber nicht mehr so stürmisch. Eine markantere Kaltfront ist dann für Montag,  21.02.2022 vorhergesagt. Wetterbegünstigt ist Osttirol. 

Montag, 14. Februar 2022

Lawinenunfallanalyse Schafseitenspitze inkl. weitere Eindrücke zur aktuellen Altschneeproblematik

Lawinenunfall Schafseitenspitze vom 13.02.2022


Heute am 14.02.2022 waren wir mit der Alpinpolizei unterhalb der Schafseitenspitze in den Westlichen Tuxer Alpen, um dort gemeinsam die Unfallanalyse durchzuführen.


Unterstützt wurden wir vom Landeshubschrauber (Foto: 14.02.2022)
Unterstützt wurden wir vom Landeshubschrauber (Foto: 14.02.2022)


Unfallablauf

Zum Unfallzeitpunkt befanden sich eine Person am Gipfel der Schafseitenspitze, eine Gruppe von 6 Personen auf einem Rücken, der Richtung Gipfel zieht und ein einzelner Skitourengeher in etwas Abstand  zur 6-er Gruppe, allerdings noch im steileren Bereich des Hanges. Die 6-er Gruppe nahm am Rücken ein Wummgeräusch war und bemerkte, wie sich im Nahbereich von ihnen eine Schneebrettlawine löste. Der Einzelgänger wurde von den Schneemassen mitgerissen und total verschüttet. Er konnte von den nicht verschütteten Personen rasch geortet und ausgegraben werden, musste jedoch reanimiert werden. Die Crew des Notarzthubschraubers setzte die Reanimation fort und flog den Skitourengeher in die Innsbrucker Klinik. (Anmerkung vom 16.02.2022: Die Alpinpolizei hat uns informiert, dass die verschüttete Person am 15.02.2022 verstorben ist.)


Überblicksbild der Unfalllawine. Der Pfeil zeigt die Aufstiegsrichtung der Skitourengeher. Während die 6-er Gruppe bereits am Rücken war, befand sich der Einzelgänger noch im Hang (im Nahbereich des Rückens). Die Ellipse zeigt die Verschüttungsstelle. Violett: Sekundärlawinen, die durch Bruchfortpflanzung innerhalb einer ausgeprägten Schwachschicht unmittelbar nach der Unfalllawine abgegangen sind. (Foto: 14.02.2022)
Überblicksbild der Unfalllawine. Der Pfeil zeigt die Aufstiegsrichtung der Skitourengeher. Während die 6-er Gruppe bereits am Rücken war, befand sich der Einzelgänger noch im Hang (im Nahbereich des Rückens). Die Ellipse zeigt die Verschüttungsstelle. Violett: Sekundärlawinen, die durch Bruchfortpflanzung innerhalb einer ausgeprägten Schwachschicht unmittelbar nach der Unfalllawine abgegangen sind. (Foto: 14.02.2022)


Schneedeckenanalyse

Unsere Schneedeckenuntersuchungen ergaben das von uns erwartete Bild: Unterhalb des ab 31.01.2022 gebildeten Neu- und Triebschneepaketes befand sich ein "Krusten-Sandwich", also zwei Schmelzkrusten, zwischen denen sich eine lockere kantige Schwachschicht befand. Diese Schwachschicht muss über sehr große Distanzen gleichmäßig vorhanden sein. Denn nur so sind einerseits die Größe des Schneebretts, andererseits die Sekundärlawinen erklärbar.


Schneeprofil im Bereich des flacheren Rückens, der Richtung Gipfel zieht. Der Pfeil zeigt auf die relevante Schwachschicht. Im Hintergrund ein Teil des Lawinenanrisses. (Foto: 14.02.2022)
Schneeprofil im Bereich des flacheren Rückens, der Richtung Gipfel zieht. Der Pfeil zeigt auf die relevante Schwachschicht. Im Hintergrund ein Teil des Lawinenanrisses. (Foto: 14.02.2022)


Profil an oberem Standort: Der rote Pfeil zeigt die Schwachschicht, die an diesem Standort von einer dünnen Schmelzkruste sowie einer Eislamelle umgeben ist. Man benötigte mittlere Belastung um die Schwachschicht zu stören. Der Bruch pflanzte sich jeweils über den gesamten Block fort. Nord, 20°, 2420m.
Profil an oberem Standort: Der rote Pfeil zeigt die Schwachschicht, die an diesem Standort von einer dünnen Schmelzkruste sowie einer Eislamelle umgeben ist. Man benötigte mittlere Belastung um die Schwachschicht zu stören. Der Bruch pflanzte sich jeweils über den gesamten Block fort. Nord, 20°, 2420m. 


Blick von der Lawinenbahn in Richtung des Rückens. Man erkennt sehr gut die von rechts nach links deutlich abnehmende Anrissmächtigkeit des Schneebretts. (Foto: 14.02.2022)
Blick von der Lawinenbahn in Richtung des Rückens. Man erkennt sehr gut die von rechts nach links deutlich abnehmende Anrissmächtigkeit des Schneebretts. (Foto: 14.02.2022)


Lawinenausmaß

Bei der Lawine handelte es sich um eine sehr große Schneebrettlawine. Die Gesamtlänge betrug ca.  950m, die Breite 300m (Anmerkung: Die Werte wurden nach Nachmessungen mit einer GIS-Applikation am 15.02. korrigiert: Erstannahme: Länge: 1050m, Breite: 450m). Die Anrissmächtigkeit lag meist zwischen 60 und 100cm mit entsprechenden Abweichungen nach oben und unten. Die Lawine löste sich in einem bis zu 40° steilen Nordhang. Der Verschüttete lag in einer Tiefe von etwas über einem Meter.

 
Verschüttungsstelle im Vordergrund samt Lawinenanriss ganz im Hintergrund. (Foto: 14.02.2022)
Verschüttungsstelle im Vordergrund samt Lawinenanriss ganz im Hintergrund. (Foto: 14.02.2022)


Weitere Eindrücke zur aktuellen Altschneeproblematik

Bei der Analyse der zahlreichen Lawinenereignisse ergibt sich aktuell grob folgendes Bild: Die allermeisten Lawinen lösten sich in einem Höhenband zwischen etwa 2150m und 2500m im Sektor West über Nord bis Ost (Anmerkung vom 15.02.2022: eine Lawine auf 2600m im extrem steilen nordexponierten Gelände). Während vor etwa 10 Tagen die Lawinen vermehrt auch im tieferen Höhensegment (auch unterhalb der Waldgrenze) ausgelöst wurden, verschiebt sich diese Höhengrenze tendenziell nach oben (aktuell etwa 2300m-2500m / 2600m). 

In den Stubaier Alpen beobachten wir im Vergleich zu den übrigen Regionen Nordtirols im Nordsektor vermehrt Lawinen auch im Höhenband zwischen etwa 2600m bis knapp 3000m hinauf. Dies hat wohl mit der ab Ende Jänner vergleichsweise geringeren Neuschneezuwächsen zu tun, die dort zu vermehrter aufbauender Umwandlung in windgeschützten Schattenhängen führten.


Blick von den Stubaier Alpen in die schneereicheren Nordalpen  (Foto: 13.02.2022)
Blick von den Stubaier Alpen in die schneereicheren Nordalpen  (Foto: 13.02.2022)


Zudem fällt auf, dass insbesondere in weniger frequentierten Bereichen immer noch Wummgeräusche und Rissbildungen wahrgenommen werden. Lawinen lassen sich v.a. an schneearmen Bereichen bzw. an Übergängen von wenig zu viel Schnee stören. Lawinen können unverändert groß bis vereinzelt sehr groß werden...


Lawinenabgang Jochgrubenkopf am 11.02.2022. Es kam niemand zu Schaden (Foto: 14.02.2022)
Lawinenabgang Jochgrubenkopf am 11.02.2022. Es kam niemand zu Schaden (Foto: 14.02.2022)


Spontane Lawinenabgänge Medrig (Variantengebiet des Skigebietes See im Paznauntal). Vergleiche Foto von diesem Blogeintrag) (Foto: 12.02.2022)
Spontane Lawinenabgänge Medrig (Variantengebiet des Skigebietes See im Paznauntal). Vergleiche Foto von diesem Blogeintrag) (Foto: 12.02.2022)


Lawinenabgang vom 13.02.2022 Hohe Warte im Wildlahnertal in den Nördlichen Zillertaler Alpen. Eine Person fuhr vom darüber liegenden Kamm in den Hang ein. Es passierte nichts. (Foto: 14.02.2022)
Lawinenabgang vom 13.02.2022 Hohe Warte im Wildlahnertal in den Nördlichen Zillertaler Alpen. Eine Person fuhr vom darüber liegenden Kamm in den Hang ein. Es passierte nichts. (Foto: 14.02.2022)


Schneebrettabgang Seblasspitze in den Nördlichen Stubaier Alpen vom 13.02.2022. Es kam niemand zu Schaden (Foto: 14.02.2022)
Schneebrettabgang Seblasspitze in den Nördlichen Stubaier Alpen vom 13.02.2022. Es kam niemand zu Schaden (Foto: 14.02.2022)

Es gibt auch Gutes zu berichten...

Günstiger ist die Lawinensituation allgemein in Osttirol. Das Altschneeproblem ist dort weniger ausgeprägt. Am ehesten sollte man dort im Nordsektor im sehr steilen Gelände an Übergängen von wenig zu viel Schnee bzw. im kammnahen Gelände in allen Expositionen in großen Höhen aufzupassen.

Günstiger ist es auch im - während des gesamten Winters - ständig verspurten Variantengelände. 

Und südseitig findet man zumindest in mittleren Höhenlagen eine durchwegs stabile Schneedecke mit kürzlichem Firngenuss. 


Firn bei der Abfahrt im Glocknergebiet (Foto: 14.02.2022)
Firn bei der Abfahrt im Glocknergebiet (Foto: 14.02.2022)


Turbulent gehts weiter...

Das Wetter stellt sich um. Es wird sehr wechselhaft: Kalt, warm, Regen, Sturm. Alles ist dabei...Mehr dazu spätestens am kommenden Donnerstag, 17.02.2022